09. August „Aller Anfang ist schwer…“ – Straßenfest II – Generation Weltreise – die verlassenen Eltern

Wahnsinn, wie viele Töchter alleine in der Welt herum reis(t)en! Die Welt muss voller dieser wunderbaren Mädchen sein, die sich die Welt anschauen! Was man so alles erfährt beim gemeinsamen Grillen!

Zoë meinte heute am Telefon: Warum macht man eigentlich eine Weltreise? Das wäre doch alles ziemlich unsicher mit den Bahnfahrten und was will man dann eigentlich vor Ort…  sie hatte voll den Blues. Ich murmelte etwas von „Erfahrungen sammeln“… „sich selbst kennen lernen…“ – aber das ist schon eine interessante Frage: warum macht „man“ eigentlich eine Weltreise? Und was, wenn es keine „SUPER-ZEIT“ wird…

Dana von gegenüber hatte ebenfalls zu Beginn Startschwierigkeiten in Australien und sie musste lernen sich zu organisieren. Alles war anders als in ihren Träumen. Normal, meinte ihre Mom. Später wurde dann alles ganz prima und das Jahr war schnell rum. Jetzt studiert sie. Beruhigend.

Aller Anfang ist schwer… ich fand den Satz immer bescheuert, denn: anfangen kann man immer ALLES: Tennis lernen, Klavier spielen lerne, einen Blog beginnen… aber das DURCHHALTEN, DAS ist schwer! Mal sehen, wann mein Blog anfängt zu stottern!

Der Anfang des Projektes „Weltreise“ ist also gemacht und Zoë weilt in Indien. Sie wird Entscheidungen treffen müssen, weitere Anfänge gestalten wovon sie das Ende nicht kennt. Es kann gut gehen oder auch nicht so gut. Es wird halt wie es wird.

Passieren kann immer was. Einem Nachbar, ein gestandenes Mannsbild, ist gerade der Pass zwischen zwei Flügen beim Umsteigen abhanden gekommen. Gruselig. Viel Organisation war nötig, der Pass ist glücklich wieder da. Und dabei ist dieser Mensch ein Routinier in Sachen Weltreisen, weil er beruflich so viel unterwegs ist. Passieren kann also imemr was und Lösungen gibt es dann auch. Immer!

Wer kein Risiko eingeht kann auch nichts „gewinnen“. Was ist denn eigentlich dieser „Gewinn“? Warum bin ich damals nicht weg? Einfach mal weg? Schiss!?! Yep. Wahrscheinlich.
Manchmal hasse ich mich für meine Schissigkeit, denn eigentlich würde ich auch gerne viel „cooler“ sein und etwas erleben.

Als mein Mann über Sylvester für uns eine Woche Tromsø gebucht hatte (mit Mietwagen usw) sank mein Herz auf Grundeis. Minus 30 Grad konnte ich gar nicht denken, und dann mit dem Auto… was wäre wenn… Kopfkino!

Aber mein Mann fand das alles völlig ok, er dachte nur an die Nordlichter, die er fotografieren wollte. Irgendwie freute ich mich natürlich auch drauf, aber ich hatte die Hosen voll. Und dann passierte direkt am ersten Tag genau das, was ich befürchtet hatte: unser Auto blieb liegen. Mitten in der Pampa. Lichtmaschine. Der Mechaniker, der nach zwei Stunden mitten in der Nacht kam schmiss nur den Motor an und dann mussten wir non stop 250 Kilometer Eispiste zurück zum Autoverleih fahren. Ein Abwürgen wäre nicht förderlich gewesen. Doch mein Mann meinte, das wäre ok und fuhr los.
Da lernt man, vertrauen zu haben… nicht nur in den eigenen Mann!

Das ist wohl der Gewinn: Lernen, Vertrauen zu haben.

„Et is immer noch all jot jejangen.“

So sagt man hier bei uns.

Und so sollte man eigentlich auch immer denken.

Alles andere ist Quatsch.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s